Themen rund über Tiere

Nach und nach werden hier die wichtigsten Themen über Tiere hier mit eingestellt. 

Verletztes Haustier gefunden – Was ist zu tun?


Leider kommt es vor, dass ein Hund oder eine Katze vor‘s Auto läuft.

Viele sind im ersten Moment geschockt und wissen nicht, was zu tun ist.


Wichtig ist die eigene Sicherheit. Liegt das verletzte Tier auf der Fahrbahn der Autobahn, so sollten Sie an die Seite fahren und zum Stehen kommen, wenn es möglich ist! Wenn kein Standstreifen vorhanden ist, dann fahren Sie bitte zur nächst gelegenen Haltbucht. 


Schalten Sie den Warnblinker an und sperren Sie den Bereich am Auto ab, damit Ihnen niemand hinten rein fahren kann. Falls das Tier am Straßenrand liegt, sperren Sie diesen Bereich mit Warndreieck ab, Warnblinker und Warnweste, damit keine weiteren Unfälle passieren.

Bitte rufen Sie schnellst möglich die Polizei / Autobahnpolizei an - Notruf 110!


Liegt das Tier in einem Bereich, wo Sie es nicht erreichen können, können Sie auch die Feuerwehr rufen. Die kommen für solche Fälle auch raus - Notruf 112.


Wenn Sie feststellen, dass das Tier noch lebt, aber nicht reagiert, bewahren Sie Ruhe! Breiten sie eine Decke aus und legen Sie das Tier vorsichtig darauf.


Das Tier ist bei Bewusstsein:

Halten Sie es mit einer Hand an der Nackenhaut fest und legen Sie die andere Hand unter das Tier. Mit dem Griff in den Nacken vermeiden Sie Abwehrreaktionen des Tieres. Bei Schmerzen und unter Schock können Tiere sich durch Angst sehr stark wehren, beißen oder auch kratzen.


Das Tier ist ohne Bewusstsein: 

Greifen Sie mit beiden Händen unter den Körper des Tieres, achten Sie darauf, den Kopf zu stützen und legen Sie das Tier vorsichtig auf die Decke.


So beleben Sie eine Katze und ein Hund wieder.


Atemwege frei machen: 

Holen Sie die Zunge vorsichtig aus dem Maul heraus und entfernen Sie eventuelle Fremdkörper aus der Maulhöhle.


Beatmen: 

Man kann Tiere durch eine Mund-zu-Nase-Technik beatmen (8-12 Mal pro Minute über ein oder beide Nasenlöcher). Dazu ziehen Sie die Zunge nach außen und halten die Schnauze geschlossen. Zum eigenem Schutz können Sie ein leichtes Tuch oder ein Taschentuch drüber legen. Den Erfolg der Beatmung können Sie anhand von Hebe- und Senkbewegungen des Brustkorbs überprüfen.


Compression (Druck): 

Schlägt das Herz des Tieres nicht mehr, beginnen Sie sofort mit einer Herzdruckmassage mit einem Rhythmus von 60-80 Kompressionen pro Minute. Nach jeweils 10-15 Kompressionen können Sie das Tier ein- bis zweimal beatmen. Bei kleineren Hunden und Katzen können Sie den Brustkorb mit einer Hand komprimieren, bei größeren Hunden in Seitenlage auf einem ebenen und stabilen Untergrund.


Wenn Sie das alles getan haben und das Tier wieder bei Bewusstsein ist, rufen Sie schnellstmöglich die Polizei und fragen Sie nach der nächstgelegen Tierklinik / Praxis.


Tierärzte sind verpflichtet, lebenserhaltende Maßnahmen einzuleiten.

Tierkliniken sind täglich 24 Std. erreichbar.


Sie können auch die Polizei bitten, dass Tier dort hinzubringen oder Sie fahren selbst mit dem Tier hin.


Als Autofahrer ist es Ihre Pflicht, ein angefahrenes Tier, ob Haustier oder Wildtier, zu melden und sich zu kümmern. Auch wenn Sie den Unfall nicht verursacht haben, sollten Sie sich um verletzte Tiere kümmern.


Bei Haustieren ist es generell so, dass man Fundtiere meldet, ob gesund, verletzt oder tot.


Sobald ein Tierheim, eine Tierklinik oder die Polizei eingebunden ist, sind die Weichen für eine Wiedervereinigung mit dem Besitzer gestellt.